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1972 als Sohn der Schauspielerin Senta Berger und des Regisseurs Michael Verhoeven in München geboren, schrieb Simon im Alter von 13 sein erstes Theaterstück ("Gangsterrondo"), das vom Schultheater des musischen Pestalozzi Gymnasiums erfolgreich aufgeführt wurde, was den Direktor aber nicht daran hindern sollte, den jungen Dichter zwei Jahre später wegen disziplinarischer Schwierigkeiten von der Schule zu schmeissen.

So war es zur grossen Überraschung aller, als Simon 1991 tatsächlich sein Abitur mit dem glorreichen Notendurchschnitt von 3,0 schaffte. Nach einer sechsmonatigen Phase der völligen Orientierungslosigkeit und Seelenkrise, die auch daher rührte, dass Simon von seiner Freundin den Laufpass bekommen hatte und ihm die ständigen Fragen, ob er jetzt in die beruflichen Fusstapfen seiner Eltern treten wolle, wahnsinnig auf die Nerven gingen, flüchtete er 1992 für einen Monat nach New York, verliebte sich sofort Hals über Kopf in die Schauspielerin Darlena Tejeiro und - nach einem Vorwand suchend, um in ihrer Nähe sein zu können - begann er mit einer Schauspielausbildung am Lee Strasberg Theatre Institute. Ein Jahr später hatte Simon genug vom Kaffeetrinken ohne Kaffee (Method Acting) und ging nach Boston, um am Berkley College of Musik Jazzkomposition und Filmmusik zu studieren. Aus dieser Zeit stammen seine kompositorischen Arbeiten für den Film "Mutters Courage" von Michael Verhoeven. Da Simons wahre Leidenschaft aber seit eh und jeh dem Schreiben von Drehbüchern und dem Traum der eigenen Filmregie galt, war er überglücklich, bald darauf an der zur New York University gehörenden Tisch School of the Arts aufgenommen zu werden, aus der Regisseure wie Martin Scorsese, Jim Jarmusch, Oliver Stone und Spike Lee hervorgingen. In dieser Zeit des Filmregiestudiums (1995-99) übernahm er neben diversen Regiearbeiten für Musikvideos ("Music Takes U High" für Future Funk, Sony Music, 1996) und preisgekrönten Kurzfilmen ("Phone", 1997, "Nice Meeting You", 1999) auch Rollen in diversen Kino- und Fernsehfilmen, u.a. unter der Regie von Oscar Preisträger Bruce Beresford sowie Xaver Schwarzenberger und Ben Verbong. Mit 100 PRO, zu dem er auch das Drehbuch verfasste und die Filmmusik produzierte, gab Simon Verhoeven im Jahr 2001 sein Regiedebüt. Der von Pro 7 produzierte Film, der aus der Sicht zweier 18-zehnjähriger Jungs das elitäre Münchner Nachtleben auf die Schippe nimmt und schliesslich im Morgengrauen mit einem kleinen Happy End auf einer Kuhweide aufwartet, wurde von der Süddeutschen Zeitung als " Kir Royal für die nächste Generation" beschrieben und brachte Simon eine Regienomination des Hypoförderpreis ein. Das von Simon und Jerome Isma-ae für den Film produzierte Lied " Ultimate Love " stieg ausserdem in die Top Ten der Dance Charts ein.

Im Herbst 2003 spielte Verhoeven den Fußball-Nationalspieler Ottmar Walter in Sönke Wortmanns DAS WUNDER VON BERN, auch deshalb, da Simon bis zu seinem 17. Lebensjahr für den TSV 1860 München in der höchsten, deutschen Jugendklasse und der DFB - Auswahl gespielt und ernsthaft von einer Profi Karriere geträumt hatte, bis ihm ein sehr unfreundlicher, Gegenspieler Schien und Wadenbein durchtrat und Simon während seines dreimonatigen Krankenhausaufenthalts in die teuflischen Fangarme des Tabakkonsums geriet.

Seit 2004 arbeitete Simon als Schauspieler u.a. unter der Regie von Roland Suso Richter, Doris Dörrie, Peter Gersina, Christian Ditter und Maggie Peren.

Anfang 2008 endeten die Dreharbeiten zu „Mogadischu“, der neuen Produktion von Nico Hofmann über die Flugzeugentführung der „Landshut“ im Herbst 1977, in der Simon den Co Piloten Jürgen Vietor spielt. Der Film gewann neben zwei goldenen Kameras auch den Deutschen Fernsehpreis als bester Spielfilm des Jahres. Anschliessend übernahm Simon eine Rolle in der preisgekrönten Serie "Doctors Diary". Seit seinem ersten Kinofilm entwickelte und schrieb Simon vier neue Drehbücher, von denen allerdings nur ein einziges den harten Weg durch die Mühlen der Produktionen, Redaktionen und Förderungen überlebte („Männerherzen“). Dieses Drehbuch überzeugte Schauspieler und Stars wie Nadja Uhl, Christian Ulmen, Til Schweiger, Justus von Dohnanyi, Wotan Wilke Möhring, Bastian Pastewka, Florian David Fitz, Jana Pallaske (u.v.a.) und wurde im Spätsommer 2008 in Berlin von der Produktionsfirma Wiedemann und Berg („Das Leben der Anderen“ ) und Warner Bros unter der Regie von Simon Verhoeven realisiert.

Für den Film produzierte Simon auch den Soundtrack, der u.a. Songs von Sugababes, Eels, James Morrison und Gary Go featured. Simon schrieb sowohl die orchestrale Filmmusik als auch zwei satirische Schlager, die Justus von Dohnanyi alias Bruce Berger („Alle Kinder dieser Erde und „Sag mir warum“) zum Besten gibt. Ausserdem nahm Simon mit Rufus Martin, einem Sänger aus Chicago, unter dem Namen „Marshmellow Club“ diverse Songs auf, die sich auf dem Soundtrack wiederfinden. Mit Jerome Isma-ae, mit dem er bereits seit Jahren zusammen arbeitet, produzierte er u.a. den Housetrack „This feeling (All my life)“.

"Männerherzen" wurde am 8. Oktober 2009 von Warner Bros ins Kino gebracht und entwickelte sich mit 2,1 Mio Zuschauern zu einem der größten deutschen Kinohits der vergangenen Jahre. Simon Verhoeven gewann den Bayerischen Filmpreis für das beste Drehbuch und Justus von Dohnanyi durfte sich für seine Rolle als Bruce Berger über den deutschen Filmpreis freuen. Ausserdem wurde "Männerherzen" mit dem größten deutschen Publikumspreis Jupiter als bester Film 2009 ausgezeichnet. 2010 drehte Simon mit dem gleichen Schauspielensemble die Fortsetzung "Männerherzen und die ganz, ganz große Liebe", wieder nach eigenem Drehbuch. Natürlich schrieb Simon auch hier wieder einen ziemlich dämlichen, aber schwer romantischen Song mit dem Titel " Die ganz, ganz große Liebe" für Bruce Berger und komponierte - gemeinsam mit Wolfgang Hammerschmid - die Filmmusik. Der Film kam am 15. September 2011 in die Kinos und hielt sich 2 Wochen lang an der Spitze der deutschen Kinocharts. Simon und dem Schauspiel-Ensemble wurde dafür der Bambi 2011 in der Kategorie " Bester Film National" verliehen. Ausserdem wurde "Männerherzen 2 " beim bayerischen Filmpreis 2012 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet."

Am gleichen Tag gab Simon bekannt, dass es keine weiteren "Männerherzen" Teile mehr geben würde, da die Geschichten für ihn nun mehr rund zu Ende erzählt seien und jeder weitere Teil die Figuren nur beschädigen könne. Eine Rückkehr zu den "Männerherzen" im Rentenalter oder Altersheim schloss er aber ausdrücklich nicht aus.